Geschmeidigkeit als Aspekt des Schönen

Der Begriff Geschmeidigkeit

Der platonische Dreiklang vom Guten, Wahren und Schönen liefert uns eine Idee von dem im Leben wesentlich Erstrebenswertem. Während naturwissenschaftliche Disziplinen und die Philosophie das Wahre ergründen, Ethik (und Religion) das Gute nachvollziehbar umschreiben, ergeben sich bei dem Versuch einer rationalen Begründung für das Schöne deutliche Schwierigkeiten. Jenes was gefällt, erscheint oft subjektiv und relativistisch und entzieht sich fast vollständig einem konsensualen Zugriff; umgangssprachlich wird daher oft gesagt, über Geschmack ließe sich kaum streiten. „Die Ästhetik als philosophische Teillehre von der Schönheit hat es bis auf den heutigen Tag nicht geschafft, eine überzeitlich gültige und interkulturell praktikable Theorie anzubieten.“ (SZ | Ästhetik Forschung | 05.2010) In dieser Überlegung soll der Blick auf die Gegenwart gerichtet werden, um bei aktuell als schön erklärten Dingen Gemeinsamkeiten zu finden um schließlich (zumindest) eine hinreichende Bedingung für Schönheit zu formulieren.  Continue reading

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Präzision oder Genauigkeit

Begriffliche Unterscheidung von Präzision und Genauigkeit

Während die konditionellen Fähigkeiten Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer für eine Vielzahl von Sportarten entscheidend für Erfolg und Leistung sind, gewinnen Präzision und Genauigkeit besonders bei Ball-, Rückschlag- und gar Randsportarten an Bedeutung. Der Sportlehrer möchte diese Fähigkeiten gerne vermitteln, verwendet sie begrifflich aber oftmals synonym. Daher soll an dieser Stelle eine Unterscheidung getroffen werden, um die Begriffe Präzision (precision) und Genauigkeit (accuracy) klar voneinander abzugrenzen. Deutlich lässt sich das an einem konkreten Beispiel erläutern: Möchte das Tennisass Ana beim Returnieren den Ball an die Grundlinie ins Eck spielen und trifft diesen Punkt in der Regel mit einer Streuung von einem Meter, so trifft sie grob ihren Zielbereich und spielt folglich weitgehend zielgenau – trotz mancher Varianz und Streuung der Treffpunkte! Falls die Spielerin ihr Ziel ständig um markante zwei Meter verfehlt, die Treffpunkte allerdings immer genau konstant reproduziert werden, dann spielt sie „präzise“ – im Sinne von wiederholungsgenau. Würde man im letzteren Fall den Tennisschläger mit einer Flinte ersetzen, müsste sie feinjustiert werden; bei der Sportlerin muss die Kalibrierung durch Wahrnehmung und Technik erfolgen. Im Idealfall sind die angesprochenen Returnschläge sowohl „präzise“ als auch „genau“. Aus dieser Überlegung ergibt sich logisch: Ein einzelner isolierter Schlag kann niemals präzise sein; es benötigt für dieses Kriterium immer eine Abfolge oder Reihenfolge, idealerweise (für die begriffliche Exaktheit) unter gleichen Bedingungen! Ein einzelner Schlag, Freistoß, Elfmeter, Dartwurf oder Billard-Stoß kann hingegen durchaus (wenn auch zufällig) zielgenau sein! Die Graphik mit der Dartscheibe (Quelle: http://extensionengine.com/accuracy-precision) verdeutlicht dies sehr anschaulich!  Die Präzision ist also ein Maß für die Übereinstimmung zwischen unabhängigen Treffergebnissen unter festen Bedingungen. Liegen also mehrere Treffpunkte des Tennisballs sehr dicht beieinander, so hat die Spielerin eine hohe Präzision. Das bedeutet aber noch nicht, dass die Schläge auch richtig und gut sind. Sie könnten präzise im Aus landen! Die Genauigkeit hingegen ist ein Maß für die Übereinstimmung zwischen dem (einzelnen) Treffpunkt und dem gewünschten Idealtreffpunkt.  Continue reading

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Sportunterricht: Lernbereich Fitness

Relevanz des Lernbereichs Fitness im Sportunterricht

Zentrale Anliegen des Sportunterrichts sind seit jeher, den Schüler über Körper- und Bewegungserfahrungen zu gesundheitsbewusstem, fairem, tolerantem sowie umweltbewusstem Verhalten zu erziehen. Dennoch haben sich die Inhalte von der griechischen Antike über Zeiten von Turnvater F. L. Jahn bis in die heutige Zeit gewandelt: während einerseits durch zahlreiche neue Gerätschaften und Sportarten vielseitige Möglichkeiten für den Sportunterricht neu geschaffen werden (z.B. die Slackline), wird auf anderer Seite, primär aus Aspekten der Sicherheit und sekundär aus mancher Bewegungsarmut, Grundlegendes gestrichen; exemplarisch könnte man das am Bereich Bodenturnen erläutern. Ist der Purzelbaum/Rolle vorwärts für jeden Viertklässler noch spielend zu bewältigen? Ich glaube nicht. Fatal ist dabei, dass die wachsende Bewegungsarmut weitere Sicherheitsvorkehrungen und -bestimmungen notwendig macht, allerdings dadurch die Bewegungsarmut wiederum gefördert wird; sicherlich eine Variation eines Teufelskreises. Hat man als Sportlehrer nun das Bedürfnis, Grundlegendes zu vermitteln, den Sportunterricht nicht nur als Fußball-Spielstunde oder als Spiegel für soziales Verhalten zu nutzen, schlage ich für die Gestalter der Lehrpläne den isolieren Lernbereich Fitness vor, um grundlegende Körpererfahrungen in den Bereichen Kraft und Kraftausdauer zu sammeln. Continue reading

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Konditionelle und koordinative Fähigkeiten

1. Deutsch ist immer.

Im Fach Deutsch ist der Bereich ‚Sprechen‘ ein gewichtiger Lehrplanunterpunkt. Dieses Lernfeld wird seit jüngerer Vergangenheit auch ausnahmslos in sämtliche Fächer eingegliedert: Der Schüler soll mathematisch argumentieren und kommunizieren oder als Jungphilosoph im Grundschulalter Überlegungen zu kosmologischen Fragestellungen anstellen. „Deutsch ist (eben) immer“, sagte einst mein Seminarleiter und er sollte Recht behalten. Sogar im Sportunterricht ist vom Schüler erwünscht, Bewegungsabläufe und motorische Bedingungen zu reflektieren und zu formulieren. Analog zum Fach Deutsch benötigt man hierzu passende Begriffe, welche idealerweise durch Bewegungserfahrungen mit Inhalt gefüllt worden sind; denn ein Begriff ohne Anschauung ist leer (Kant). Diese Begriffe kann der Schüler in seinen Artikulations- und Reflexionsphasen nutzen, um individuelle Bewegungserfahrungen zu beschreiben, Bedingungen und Anforderungen für die jeweilige technische Übung zu formulieren und allgemein über seine sportlichen Fähigkeiten nachzudenken.   Continue reading

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Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz als grundlegende soziale Kompetenz

In gängigen Lehrplänen fordert der Erziehungsauftrag die Förderung sogenannter Schlüsselqualifikationen, die für ein erfolgreiches Leben wappnen sollen. Diese Schlüsselqualifikationen sollen in letzter Konsequenz dem jungen Erwachsenen zur Ausbildung seiner persönlichen Mündigkeit helfen und mithin Grundlage schaffen, sein Leben zu meistern. Es lassen sich grundlegend Sozial-, Methoden-, Human-, Handlungs- und Medienkompetenz unterscheiden: Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten sowie Einstellungen sollen dazu befähigen, in Beziehungen zu Menschen situationsadäquat zu handeln, Aufgaben und Probleme zu bewältigen, indem sie die Auswahl, Planung und Umsetzung sinnvoller Lösungsstrategien nutzen und schließlich eine individuelle Haltung zur Welt kultivieren. Eine weitere Differenzierung vom diesen allgemeinen zu immer konkreteren Fähigkeiten zeichnet ein distinktes Bild von den Anforderungen, die an unsere Gesellschaft heute gestellt sind. Schnell wird klar: das sind nicht wenige. Nach Definition der Bildungskommission NRW (1995) sind Schlüsselqualifikationen „[…] erwerbbare allgemeine Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind, so dass eine Handlungsfähigkeit entsteht, die es ermöglicht, sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.“ Nach dieser Definition lässt sich bereits vermuten, dass alle möglichen Unterkategorien bedeutend und wichtig erscheinen. Dennoch möchte ich hier eine Fähigkeit in den Vordergrund rücken, die aufgrund einer immer komplexeren und heterogenen Welt an Bedeutung gewinnt: die emotionale Intelligenz (EQ). Continue reading

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Bewusste Ernährung

Ernährungstagebücher unterstützen eine bewusste Ernährung

Im Bildungs- und Erziehungsauftrag gilt es Bewusstsein zu schaffen. Dieses Bewusstsein wird auf seiner Grundebene gleichbedeutend mit Wissen, häufig aber auch auf einer Metaebene, sowohl unter theoretischem Bezug als Wissen des Wissens, Vorstellens und Meinens, als auch unter praktischem Bezug als Wissen über das Wollen und Begehren verstanden. Besonders die Metastufe, unter Berücksichtigung beider Bezüge, rückt hier in die Überlegung. Vor dem Hintergrund eines gesunden Lebens nimmt die Ernährung einen besonderen Stellenwert ein. Empfehlungen von verschiedensten Kanälen klingen meist gleich: man solle sich bewusst ernähren. Dieser einfache Grundgedanke kann allerdings unter Berücksichtigung aller Faktoren unangenehm komplex werden; es können regionale und überregionale Begebenheiten (Anbau) bis hin zu moralischen Grundsätzen (Tierhaltung) in das Bewusstsein einfließen. In dieser Überlegung geht es aber (abermals) rein um die Energiebilanz – also um die Differenz zwischen benötigter und aufgenommener Energie. Um diese zu ermitteln, helfen sogenannte Ernährungstagebücher. In unserer aktuellen ‚dafür-gibt-es-eine-App-Generation‘ unterstützen hier auch elektronische Dienste, in welchen bereits eine Vielzahl von Lebensmitteln gespeichert sind. Die Nutzung eines solchen Ernährungstagebuches im App-Format – ich empfehle hier FDDB (Fooddatabase) – sorgt für manches Aha-Erlebnis und beschert mithin einen Erkenntnisgewinn, der das Bewusstsein über das Lebensmittel verfeinert. Continue reading

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Mehr Schein als Sein

Ist der Schein heute wichtiger als das Sein?

Für Antworten auf gängige Erziehungsfragen liefert der Lebensweltbezug von jungen Erwachsenen eine wichtige Grundlage. Für Pädagogen und Erziehende ist die sog. Schülerorientierung zudem wichtiges Prinzip. Besonders im Bereich der Wertevermittlung und Lebenshilfe gewinnt dieses Prinzip an Wert. Die Relevanz rechtfertigt hierbei den Vermittlungsgegenstand. Blickt man nun auf die angesprochene Lebenswelt, dann wird schnell klar, dass diese vom Photoshop-Zeitalter in starker Art und Weise geprägt ist: Der Blick aufs Smartphone oder Tablet liefert regelmäßig updates von den Aktivitäten und Befindlichkeiten der Freunde und Bekannten, die sich in der ständig wachsenden Freundesliste der sozialen Netzwerke tummeln. Auch sein eigenes Bild, das in einem solchen gezeichnet wird, verlangt nach ständiger Aktualisierung und positiver Verfeinerung. Diesem Zwang kommt der junge Erwachsene nur selten aus. Es soll hier auch kein moralischer Zeigefinger zu mehr Maß raten; vielmehr soll die Frage gestellt werden dürfen, ob dieses Bild, das von sich gezeichnet wird, in ihrem Wert bereits das eigentliche Dasein und mithin die tatsächlichen Befindlichkeiten übersteigt. Für jemanden mit geringem Reflexionsvermögen ist die Wertung sicherlich eine schwierige Aufgabe: Selbstdarstellungsrituale mit gephotoshopten Bildern plus sog. informative Posts vom aktuellen wunderbaren Leben sollen ein solches Bild zeichnen, um im besten Fall Bewunderung gepaart mit Neidgefühlen beim Mitmenschen zu erzeugen. Es ist wichtiger, dass andere einen bewundern, anstatt man sich selbst. Das gilt für die unterschiedlichsten Lebensbereiche – vom kredenzten Bio-Lunch, einem knackigem Gluteus maximus im Bikini, der wildesten Geburtstagsfeier ever bis hin zum Traumurlaub; für viele bereits eine Lebensaufgabe. In dem Fall, dass die Relaltität, zumindest in Nuancen, nicht so blumig aussieht, gewinnt der Schein gegenüber dem tatsächlichen Sein an persönlicher Gewichtung. Zumindest gefühlt ist es wichtiger, den Schein, das öffentliche Bild oder gar die gespielte Rolle zu verschönern und zu optimieren, anstatt am tatsächlichen Dasein (oft hart) zu arbeiten. Mit Platons Höhlengleichnis könnte man sagen, dass hauptsächlich der Schatten des tatsächlichen Dings (hier das Leben selbst) gut aussieht und man kaum Anlass sieht, die Höhle zu verlassen. Continue reading

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Überlegungen zum Schönheitsideal ‚thigh gap‘

Wie entsteht ein Schönheitsideal wie die thigh gap?

Im Photoshop-Zeitalter ist Schönheit zu einem echten und herausragendem Gut mutiert; zu jeder Zeit zwar ersehnt aber heute markanter Inhalt des eigenen Lebensentwurfs. Das zeigen nicht zuletzt Statistiken über das Bedürfnis von Schönheitsoperationen von Jung und Alt. Kaum zu glauben, aber es gibt sogar schon eine Schönheits_OP_App, die dich transformiert. Verrücktes Zeitalter. Man kann bereits eine Idee davon gewinnen, wie wertvoll manchen das Aussehen und mithin die Annäherung an das jeweilige Ideal seiner Idee von Schönheit ist. Klärung bedarf es jedoch bei der Schau auf das Ideal selbst, denn Schönheitsideale variieren von Kultur zu Kultur! Es kann folglich nicht das eine Schönheitsideal benannt werden, dennoch lassen sich Bedingungen dafür finden, um die Frage letztlich beantworten zu können. Während man in Asien gerne über eine Lidfalte verfügt und in Südostasien gerne einen etwas blasseren Hautton hat, so findet man in Europa Mandelaugen und Urlaubsteint anziehend. Es gibt zahlreiche solcher Vergleiche, die einen unterschiedlichen Schönheitsbegriff erklären. In Ländern, die sich keine Sorgen um ausreichend Lebensmittel machen müssen ist beispielsweise die thigh gap und die bikini-bridge besonders en vogue. Diese Beispiele machen bereits deutlich, auf was ich hinaus will: Das Schönheitsideal definiert sich oft über genau das, was schwer zu erreichen ist! Continue reading

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Wissen

Bedingungen für Wissen

Im Bildungsauftrag ist die Wissensvermittlung stark verankert. Auch wenn eine schleichende Verschiebung hin zu einem zeitintensiven aber auch notwendigen Erziehungsauftrag mehrmals an anderer Stelle erwähnt wird, so ist doch die Vermittlung von Wissen wesentlich für den Aufgabenbereich einer Schule. Zudem proklamieren wir auch vehement, in einer Wissensgesellschaft zu leben. Kann aber Wissen im engeren oder engsten Sinn tatsächlich vermittelt werden? Ebenso wie bei der Erkenntnis müssen Unterscheidungen vorgenommen werden: klar ist eine Abgrenzung zum einfachen Meinen und Glauben, wenngleich ein begründender Glaube an eine Tatsache notwendige Bedingung für Wissen ist. Ich kann nicht wissen, was ich nicht „begründet“ glaube oder meine. Solch ein begründender Glaube kann beispielsweise aus der Tageszeitung oder aus den Nachrichten stammen. Nun möchte man weiter erklären, Wissen sei die Kenntnis von Tatsachen, die eben in einer solchen Zeitung vermittelt werden. An dieser Stelle wird allerdings das Problem lediglich verschoben; es müssten vorerst die Begriffe Kenntnis und Tatsache erklärt werden. Mit klarem Blick auf diese Begriffe lässt sich schon eine weitere Bedingung herausarbeiten: die zu wissende Tatsache muss notwendig wahr sein, ein Prädikat, das bereits der Tatsache innewohnt – auch wenn diese meist aus der Sinneswahrnehmung resultiert. Wenn man im Mittelalter „wusste“, dass die rothaarige junge Frau ein Hexe sein musste, so handelte es sich, aufgrund der Nicht-Wahrheit tatsächlich nicht um Wissen. Die Nachricht von mehrfachen Todesfällen bei dem auf Facebook kursierenden Nominierungs_0,5l_Bier_exen_Spiel muss „begründet“ geglaubt werden und muss zudem wahr sein, damit es sich tatsächlich um Wissen darüber handelt. Diese beiden Bedingungen sollen an dieser Stelle festgehalten werden. Continue reading

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Fächerübergreifende Erziehungsaufgaben I

1. Grundlegendes zu den Erziehungsaufgaben

Die Gesellschaft und mithin jeder Einzelne steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Allerdings lassen sich diese nicht eindeutig bestimmten Unterrichtsfächern zuordnen. Dennoch besteht die erzieherische Aufgabe des Pädagogen, das Bewusstsein für gesellschaftliche und persönliche Grund- und Zeitfragen zu entfalten; diese Entfaltung ist aber im heutigen Erziehungsauftrag nicht mehr ausreichend. Es müssen Hilfen zur Bewältigung gegeben oder zumindest angeboten werden. Vermuten lässt sich an dieser Stelle, dass sich der Aufgabenbereich des Pädagogen stetig und schleichend weg von der (reinen) Wissensvermittlung hin zum unterstützenden Erzieher verlagert. Sicherlich ist das von Schulart und (Bundes)land, die Intensität betreffend, unterschiedlich — die Verlagerung bleibt jedoch einheitlich. Konkret reichen die Erziehungsaufgaben von politischer Bildung über Hilfen zur persönlichen Lebensgestaltung bis hin zur Vorbereitung auf das Berufsleben. Diese Gedanken sind auch in Lehrplänen verankert und helfen dabei, ein klares und distinktes Bild eines Lehrers und/oder Pädagogen zu zeichnen.

2. Hilfen zur persönlichen Lebensgestaltung: Gesundheit

The thigh gap + bikini-bridge

Der Schüler durchlebt während seiner Schulzeit einen bedeutsamen körperlichen und seelischen Entwicklungsprozess. Dabei treten Problemsituationen auf, denen er sich stellen muss. Der Schüler muss sich bewusst werden, dass seine körperliche und geistige-seelische Gesundheit ein hohes Gut ist. Besonders im bereits oft angesprochenen Photoshop_Zeitalter verschwimmen Grenzen von vernünftiger Fitness und übertriebenen und falschen Schönheitsidealen. Besonders Mädchen sind gefährdet, täuschenden Idealen nachzueifern. Dieser Schluss wird gezogen, da sich in beispielsweise sozialen Netzwerken erkennbar immer öfter Gruppen bilden, die Schönheitsideale vorgeben, wie etwa „the thigh gap“ oder die sog. „bikini-bridge“. Tatsächlich lassen sich diese vermeintlichen Schönheitsideale schwerlich erreichen, was folglich zu Unzufriedenheit und weiteren Zwängen führt. Sicherlich soll an dieser Stelle zwar vor solchen (gefährlichen) Idealen gewahrt werden; dennoch soll aber jegliche Motivation zu einer gesunden Ernährung und zu Lust an Sport und Bewegung erlaubt sein. Jeder hat seine eigenen Motivationstechniken. Hier kommt der Erziehungsauftag und mithin die den Unterricht ergänzenden Erziehungsaufgaben ins Spiel: es soll Bewusstsein geschaffen werden! Das Bewusstsein ist ein Wissen um unsere Vorstellungen und es kann in den verschiedensten Graden bis hin zum Unbewusstsein auftreten. Am konkreten Beispiel soll der Pädagoge ein differenzierendes Wissen über Vorstellungen von Körperkult, gebildeten Idealen und in oberster Varianz von den Beziehungen zwischen Realität und künstlich erzeugter Utopie schaffen. Als erstes Angebot für den Erziehenden könnten folgende Hilfen gegeben werden: Lass dir von Mama ein ergiebiges Pausenbrot zubereiten oder mach es am Besten selbst + lediglich mit einer Matte lassen sich effektiv und sogar effizient (d.i. 15 -30 Minuten) Übungen mit dem eigenen Körpergewicht durchführen. Ergänzt wird dieses „Angebot“ mit einer Schulung zur Recherche im Internet, wie beispielsweise ein sinnvolles Pausenbrot aussehen kann und welche Übungen mit eigenem Körpergewicht effektiv sind! Meine persönliche Recherche hat dafür eatsmarter.de und freeletics.com ergeben.

Was hältst du von „the thigh gap“ und der „bikini-bridge“? Wünschenswert oder gefährlich?

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